Pressestimmen

Pater Nathanael Wirth (Einsiedeln):

Geh Deinen musikalischen Weg allein weiter. Da hast Du eine besondere Stärke!

 

Stimmen zur Stimme

 

*Ihre Stimme kann Geschichten erzählen. Weich, sanft, an den Rändern kräftig + kantig, kann sie streicheln, schreien + wenn nötig kräftig zuschlagen. Eine Stimme, in der man sich verlieren kann + die Vertrauen schafft.

 

*Mit voller, weicher Stimme, großer Innigkeit, Ausdruckskraft + einer brillanten Klarheit des Textes selbst in den leisen Passagen, gelang es Karin Oehler, die Stimmung der Lieder lebendig werden zu lassen. Den Höhepunkt ihrer Gestaltungskraft setzte dabei das Lied "Die Tänzerin" - zu Flamencorhythmen ließ sie durch ihre ungeheure Intensität eine Tänzerin erstehen, die durch ihre Leidenschaft für den Tanz zu brennen beginnt. Spätestens von diesem Zeitpunkt an war das Publikum nicht mehr zu halten. Wiebke Huhs, Allmersbach i.T.

 

*Karin Oehler begeisterte durchweg, man hat den Eindruck, dass die Stimme von Jahr zu Jahr an Fülle, Kraft + virtuosen Einsatzmöglichkeiten gewinnt. Selbst bei der Rücknahme in die zartesten Nuancen stimmlicher Aussagekraft versprüht sie noch einen derart impulsiven Reiz + eine Spannung in den Saal, dass die Zuhörer das Atmen vergessen könnten. (Uli Rothfuss, CW)

 

*Karin Oehler beeindruckt als Sängerin durch den Farbreichtum + die Intonation ihrer schlank geführten Stimme, das tadellos gleichmäßig schwingende Vibrato + bemerkenswert lang hinströmende Piani. Wenn dann der Schneider von Ulm sich der Luft anvertraut, schwebt er tatsächlich beim "Fliegen" schwerelos + unendlich weich + weit. Sehr schön! (Sebastian Giebenrath, PF)

 

*Immer wieder erstaunlich, was aus dem zierlichen "Persönchen" Karin an Stimmgewalt herauszubrechen in der Lage ist. (Claus Philipp, BB)

 

*Bis gestern kannte sie in Graz so gut wie niemand, jetzt, nach ihrem Auftritt bei den ORF-Chansontagen, ist ihr eine treue Fangemeinde sicher: schlicht, sauber, fein die Vortragsweise, perfekt der Gesang, so hat sie die Herzen des Publikums erobert. (Leo Lukas, Graz)

 

*Wer wird sie so schnell vergessen: diese Stimme, diesen natürlichen Charme, diese strahlenden + blitzenden Augen + die zarte Gestik der Karin Oehler... (FR, Backnang)

 

*Karin Oehler, ein zierliches, schmales Persönchen mit Bubikopf + ebenso spitzbübischem Lächeln. Wie sie einen leicht gläsernen Ton stehenlässt, abkippt, wieder aufschwingt + antremoliert, das Tremolo selbst im Piano, in der Schwingungszahl jeweils dem Text anpasst, wie sie aus einer metallisch-spröden Höhe hinabgleitet - ohne das übliche Schmachtando - in eine füllige weiche Altlage, das verrät nicht nur eine ökonomisch kluge Disposition + eine gefühlsmäßige Identifikation, sondern auch eine profunde Ausbildung. Überzeugend ist diese, bei aller elementaren Vitalität, eigentlich romantisch eingefärbte Art des Vortrags allemal. Sie findet traumwandlerisch sicher stets den entsprechenden Vortragsstil, ohne aber die Konturen der eigenen Persönlichkeit zu verwischen. (Olaf Sinner-Schmedemann, KNN CW)

 

*Glanzpunkte boten die von Karin Oehler interpretierten Songs, die nicht nur die jeweilige Erzählhandlung emotional verdichteten, sondern mit musikalischer Ausstrahlung + Vitalität ausstatteten. Schmerz- + Jubelgesten gehören wie selbstverständlich zu ihrem Repertoire, Wärme + Kraft, oder, wenn es darauf ankommt, auch schneidende Schärfe, zeichnen die weitgespannten Möglichkeiten ihrer oft anrührenden Stimme aus. Selbstsichere Unmittelbarkeit lebt sich hier aus. (Eckehard Uhlig, PF)

 

*Allein für den Gesang von Karin Oehler hätte sich der Weg ins Forum gelohnt. Mit bewegender Ausdrucks-kraft ihrer wunderbar klaren Stimme setzte sie immer wieder Akzente, einfach begeisternd! (AHA, WAZ)

 

*Die ausdrucksvolle Stimme Karin Oehlers bleibt stets ein erregender Hörgenuss. Wenn sie spitzbübisch lächelnd die Augen verdreht, spöttisch die Hände faltet, die Schultern zuckt + zu singen beginnt, sind die Zuschauer schon fast verzaubert. (Petra Thiele, Rheinische Post)

 

*Wirkungsvoll wohltuend erfüllte sie mit ihrer glasklaren Stimme den Raum - ein Genuss, den man nicht hätte verpassen wollen. (WK, Schongau)

 

*Das ganze Konzert hinterließ bei den Zuschauern das Gefühl von Stille, Ausgeglichenheit + großer Emotionalität (Ruedi Spiess, Berner Oberländer)

 

*Begeisterung bis zum Schluss, drei Zugaben, das Publikum konnte nicht genug bekommen (Sibylle Jud, St. Galler Tagblatt)

 

 

 

Karin Oehler

im Stuttgarter Theaterhaus

 

Eine Frau und ein Mann, eine weibliche Stimme und ein Bass – mehr braucht es nicht, um einen Liederabend auf die Bühne zu bringen, der lange nachwirkt. Die Frau ist die Vokalistin Karin Oehler, in Stuttgart als Dozentin für Pop-Gesang und Interpretation bei „Go Vocal“ tätig, der junge Mann am Kontrabass heißt Axel Kühn, seines Zeichens Landesjazzpreisträger 2009. Dessen außergewöhnliche musikalische und musikantische Begabung, seine technische Finesse und Einfühlsamkeit sind für sich schon ein Hörgenuss. Wie er der strahlenden Stimme von Karin Oehler warm und tief antwortet, wie zurückhaltend er sie begleitet, wie schön und phantasievoll er seine Soli gestaltet – das begeistert die Konzertbesucher des Theaterhauses.

Natürlich dreht sich bei den Songs und Chansons alles ums Lieben und Geliebtwerden, ums Verlassen und Verlassenwerden, um Liebeslust und Liebesleid. Den Inhalt jedes Liedes stellt Karin Oehler mit ein paar geistreichen Bemerkungen vor. Sie überträgt ihn ins Deutsche, sodass sich das Publikum ganz in den Klang der Musik und der gesungenen Sprache hineinfühlen kann. Nahezu akzentfrei singt sie mit klarer Stimme, der ihre akademische Bildung deutlich anzuhören ist. Sie tut das so glaubwürdig, als ob sie auf dem Liebeskarussell selbst schon die eine oder andere Runde gedreht hat, als ob sie die lustvollen Seiten der Liebe ausgekostet, deren schmerzhafte durchlitten hat. Vieles davon wird der 28-Jährige, ihr junger Begleiter und ihre männliche Gegenstimme an diesem Konzertabend, noch vor sich haben. Auch dieser Kontrast von Erfahrung und Jugend ist reizvoll zu sehen und zu hören.

 

Das Programm, das die ostdeutsche Vokalistin zusammengestellt hat, enthält viele der besten Jazzsongs und Filmmelodien. Einen ganzen Liederzyklus widmet sie Michel Legrand, seiner französischen („Les Parapluies De Cherbourg“) und seiner Hollywood-Phase („On My Way To You“). Sie interpretiert „Don’t Explain“, das Billie Holiday bekannt gemacht hat, das Lied einer Frau, die betrogen wurde, aber froh ist, dass ihr Mann zurückgekommen ist. Bei „Cry Me A River“ will auch einer zurück, erhält aber von der Verlassenen eine kühle Abfuhr, in der ihre geweinten Tränen allerdings noch zu spüren sind. Karin Oehler singt das relativ schnell, viel schneller etwa als ihre große Kollegin Diana Krall. Das Gedicht „Les Feuilles Mortes“ von Jacques Prévert wurde durch die Vertonung von Kosma unter dem Namen „Autumn Leaves“ zu einem Standard des Jazz. Miles Davis etwa hat ihn wunderbar gespielt. Auch hier geht es um eine vergangene Liebe, die als wehmütige Erinnerung in einem Lied weiterlebt. Karin Oehler singt es auf Französisch mit anrührender Intensität, Axel Kühn begleitet federnd und lässt es mit einem inspirierenden Solo ausklingen. Die letzte Melodie des Konzertabends, ein Largo von Dvorák, entlässt die Menschen nachdenklich in die Winternacht: Vielleicht erinnern sie sich an eigene gelebte Erfahrungen, die im Wohlklang dieser Duo-Musik aufgehoben worden sind. (Thomas Staiber)